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So kaufst du eine Aktie – Schritt für Schritt erklärt!

Du möchtest dein Geld nicht länger auf dem Sparbuch liegen lassen und vom langfristigen Erfolg des Aktienmarktes profitieren. Aber was benötigst du, um überhaupt Aktien kaufen zu können und wie kaufst du im Anschluss eine Aktie?

Checkliste: In 8 Schritten zur ersten Aktie!

  1. Konto bei einem Online-Broker eröffnen
  2. Verifizierung des Kontos durch Postident-Verfahren oder Videoident-Verfahren
  3. Freistellungsauftrag für die Kapitalertragssteuer erteilen
  4. Einzahlung auf das Verrechnungskonto vornehmen
  5. Wunschaktie auswählen
  6. Orderaufgabe über die gewünschte Stückzahl und den Handelsplatz
  7. Eventuell Limit für den Kauf der Aktie festlegen
  8. Order überprüfen und bestätigen
  9. Freuen! 😉

Was benötigst du, um Aktien zu kaufen?

Bevor du Aktien kaufen kannst, musst du zunächst ein Depot eröffnen. Ein Depot ist nichts anderes als ein Konto bei einer Bank oder einem Online-Broker, über das du deine Wertpapiere kaufen und verkaufen kannst. Viele Banken bieten mittlerweile auch sogenannte Direkt- oder Online-Depots an, bei denen du dich ganz einfach online registrieren kannst.

Wenn du dich für ein Depot bei deiner Hausbank entscheidest, kannst du in der Regel auf eine persönliche Beratung vor Ort zurückgreifen. Bei einem Online-Broker hingegen musst du meist selbst recherchieren und dich informieren, welche Aktien für dich interessant sein könnten. Dafür ist das Angebot an handelbaren Wertpapieren bei Online-Brokern in der Regel deutlich größer. Heutzutage entscheiden sich die meisten Anleger für ein Depot bei einem Online-Broker.

Zusätzlich zum Depot benötigst du ein sogenanntes Verrechnungskonto, über das alle Ein- und Auszahlungen laufen. In der Regel ist das bei einem Depot bei derselben Bank möglich. Du solltest dich jedoch darüber informieren, ob es bei deiner Depot-Bank möglich ist, das Verrechnungskonto auch bei einer anderen Bank zu führen. Auf das Verrechnungskonto kannst du ganz normal per Überweisung Geld einzahlen und von dort aus dann Aktien kaufen. Nach einem Aktienverkauf landet das Geld wieder auf deinem Verrechnungskonto und du kannst es dir dann auf dein reguläres Konto überweisen oder für den Kauf einer anderen Aktien verwenden.

Eine weitere Voraussetzung für den Kauf von Aktien ist ein sogenannter Freistellungsauftrag. Dabei handelt es sich um eine schriftliche Erklärung, dass du die Kapitalertragssteuer, die auf deine Gewinne aus Aktienverkäufen anfällt, selbst veranlagen und abführen möchtest. Diesen Freistellungsauftrag kannst du bei deiner Depot-Bank erhalten.

Wenn du auch Hebelprodukte handeln möchtest, benötigst du zudem die Finanztermingeschäftsfähigkeit. Diese Fähigkeit wird dir von deiner Depot-Bank nach einer entsprechenden Schulung und einer Prüfung deiner finanziellen Verhältnisse in der Regel attestiert. In der Regel musst du dazu lediglich ein Formular ausfüllen und erhältst dann im Anschluss Informationsmaterialien zu Hebelprodukten.

Die Kosten beim Aktienkauf

Neben den Kosten für die Depot- und Kontoführung fallen beim Aktienkauf in der Regel noch weitere Kosten an. Die sogenannten Ordergebühren richten sich nach dem Volumen, also der Anzahl der gekauften oder verkauften Aktien, sowie nach dem Handelsplatz, über den die Order ausgeführt wird. Bei einem Online-Broker kannst du meist zwischen verschiedenen Handelsplätzen wählen und so die Ordergebühren minimieren.

Beachten solltest du außerdem, dass beim Aktienkauf zusätzlich zu den Ordergebühren auch noch die sogenannte Börsengebühr fällig wird. Diese Gebühr ist von Börse zu Börse unterschiedlich hoch und wird pro Order fällig. Manche Broker arbeiten mit Börsenplätzen zusammen, an denen die Börsengebühr dann bereits in den Ordergebühren enthalten ist. Informiere dich hierzu am besten bei deinem Broker.

Zusätzlich gibt es beim Aktienkauf auch noch sogenannte Spreads. Dabei handelt es sich um die Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis einer Aktie. Dieser Unterschied ist während der Handelszeiten normalerweise sehr gering, kann aber außerhalb der Handelszeiten zu erheblichen Kosten führen. Die Handelszeiten hängen ab von der jeweiligen Börse, an der die Aktie gehandelt wird. Die Handelszeiten der Börse Frankfurt sind beispielsweise von 9:00 bis 17:30 Uhr. Die Handelszeiten der amerikanischen New York Stock Exchange (NYSE) sind in unserer Zeit von 15:30 bis 22:00 Uhr.

Übersicht über die wichtigsten Kosten, die beim Aktienkauf anfallen können:

  • Depotgebühr: Die Depotgebühr ist eine monatliche oder jährliche Gebühr, die für die Führung des Depots anfällt.
  • Kontoführungsgebühr: Die Kontoführungsgebühr ist eine monatliche oder jährliche Gebühr, die für die Führung des Verrechnungskontos anfällt.
  • Ordergebühren: Die Ordergebühren sind Gebühren, die für den Kauf oder Verkauf von Aktien anfallen. Sie richten sich nach dem Volumen der gehandelten Aktien und dem Handelsplatz.
  • Börsengebühren: Die Börsengebühren sind Gebühren, die für den Handel an einer Börse anfallen. Sie richten sich nach dem Volumen der gehandelten Aktien.
  • Spread: Der Spread ist der Unterschied zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis einer Aktie. Er kann sich während des Handelszeitraums ändern und so zu erheblichen Kosten führen.

Steuern beim Handel mit Aktien

Ja, auch der deutsche Staat will beim Aktienhandel seinen Anteil haben. Die sogenannte Kapitalertragssteuer beträgt pauschal 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag (5,5 Prozent) und Kirchensteuer (je nach Konfession 8 oder 9 Prozent). Allerdings hast du einen sogenannten Sparerpauschbetrag von 801 Euro jährlich. Das bedeutet, erst ab einem Gewinn von mehr als 801 Euro musst du Steuern zahlen. Zusätzlich werden auch Verluste, welche du beim Aktienhandel erleidest, mit deinen Gewinnen verrechnet.

Welche Online Broker gibt es?

Es gibt eine große Auswahl an Online Brokern. An dieser Stelle möchten wir dir in einem kurzen Depotvergleich vier bekannte Online Broker in Deutschland vorstellen:

Smartbroker

Wir nutzen selber für unser „Junger Anleger Starterdepot“ den Smartbroker. Daher haben wir praktische Erfahrungen mit dem Online Broker und können dir diesen daher besonders empfehlen.

Der Smartbroker ist ein recht neuer Online Broker, der erst seit 2017 auf dem Markt ist. Durch die einfache Bedienung und das günstige Preis-Leistungs-Verhältnis ist der Smartbroker besonders für Einsteiger sehr interessant. Hinter dem Smartbroker steht mit der BNP Paribas die weltweit achtgrößte Bank, sodass du dich hier auf einen seriösen Anbieter verlassen kannst.

Ab einer Positionsgröße von 500 Euro kannst du beim Smartbroker kostenlos Aktien über den Handelsplatz „gettex“ handeln. Weitere Informationen zu den Konditionen von Smartbroker findest du hier:

https://www.smartbroker.de/preise/

Trade Republic

Trade Republic ist der Broker auf dem Smartphone. Die App ist besonders übersichtlich, einfach zu bedienen und günstig. Trade Republic eignet sich daher besonders für Einsteiger, die vor allem mobil Aktien handeln möchten. Wer Wert auf Kundenservice und eine große Auswahl an handelbaren Wertpapieren legt, ist hier jedoch nicht an der richtigen Adresse.

Der Online Broker nimmt für den Aktienhandel keine Ordergebühren. Lediglich Fremdkosten in Höhe von 1 Euro fallen bei jeder Order an. Weitere Informationen zu den Konditionen von Trade Republic findest du hier:

https://traderepublic.com/de-de

Scalable Capital

Scalable Capital ist ein Online Broker, der besonders auf die Bedürfnisse von Anlegern mit etwas mehr Erfahrung zugeschnitten ist. Eine Besonderheit von Scalable ist die Möglichkeit in Roboadvisor ETF-Portfolios zu investieren. Scalable Capital bietet verschiedene ETF-Portfolios an, die für dich automatisch rebalanciert werden. Dabei kannst du selbst bestimmen, wie risikoreich dein Portfolio sein soll.

Scalable bietet in Bezug auf die Preisgestaltung verschiedene Modelle an. Dabei gibt es sowohl kostenlose Depots, welche dann bei jeder Order Kosten verursachen, als auch Flatrate-Depots, welche eine monatliche Gebühr kosten, bei welchen dafür aber dann keine Ordergebühren anfallen. Weitere Informationen zu den Konditionen von Scalable Capital findest du hier:

https://www.scalable.capital/trading

Comdirect

Comdirect ist die Online-Tochter der Commerzbank und ist einer der größten Online-Broker in Deutschland. Comdirect ist besonders für Anleger interessant, die bereits Erfahrung mit dem Aktienhandel haben.

Das Angebot ist etwas teurer als die Konkurrenz, allerdings bietet Comdirect auch einige Zusatzfunktionen und einen guten Kundenservice. Weitere Informationen zu den Konditionen von Comdirect findest du hier:

https://www.comdirect.de/aktienhandel/preise-und-konditionen/

Wie kauft man eine Aktie?

Wenn du dich entschieden hast, in welche Aktie du investieren möchtest, ist der Aktienkauf selbst dann relativ einfach: Du loggst dich in dein Online-Depot ein und suchst nach der Aktie, die du kaufen möchtest. Dafür gibst du in der Suche den Namen oder die Wertpapierkennnummer (WKN / ISIN) der Aktie ein. Die Suche sollte dir dann den aktuellen Kurs der Aktie anzeigen.

Nachdem du die Aktie gefunden hast, kannst du noch die gewünschte Stückzahl und den Handelsplatz auswählen. Im Anschluss kannst du dann ein Limit festlegen. Dieses Limit gibt den maximalen bzw. minimalen Kurs an, zu dem du die Aktie kaufen oder verkaufen möchtest. Wenn der aktuelle Kurs diesem Limit entspricht, wird die Order ausgeführt. In der Regel gibt es auch die Möglichkeit „Bestens“ zu wählen. Dabei handelt es sich um den aktuellen Marktpreis, zu dem die Aktie sofort gekauft oder verkauft wird.

Jetzt hast du es fast geschafft. Überprüfe deine Order noch einmal ganz genau und wenn alles stimmt, bestätige die Order. Damit ist der Kauf abgeschlossen und du kannst dich über deine neu erworbenen Aktien freuen!

Häufige Fragen zum Kaufprozess einer Aktie

Wie verkauft man eine Aktie?

Wir sind langfristige Investoren und verkaufen nicht oft Aktien. Aber ab und zu kann es durchaus Sinn ergeben, Aktien zu verkaufen und das Geld in andere Unternehmen zu investieren. Dabei orientieren wir uns allerdings nicht primär an der aktuellen Kursentwicklung, sondern an den fundamentalen Kennzahlen.

Wenn du trotzdem Aktien verkaufen möchtest, ist das Vorgehen relativ einfach: Zunächst meldest du dich in deinem Online-Depot an und suchst die Aktie, die du verkaufen willst. Auch hier gilt: Gib den Namen oder die Wertpapierkennnummer (WKN / ISIN) der Aktie in die Suche ein. Sobald du die Aktie gefunden hast, kannst du auch hier wieder die gewünschte Stückzahl und den Handelsplatz auswählen.

Als Nächstes legst du das Limit fest, zu dem die Aktie verkauft werden soll. Wieder gilt: Wenn der aktuelle Kurs diesem Limit entspricht, wird die Order ausgeführt. Natürlich hast du auch hier wieder die Möglichkeit „Bestens“ zu wählen und die Aktie sofort zum aktuellen Marktpreis zu verkaufen.

Jetzt musst du nur noch deine Order überprüfen und bestätigen. Schon hast du die Aktie verkauft!

Fazit

Der Aktienkauf an sich ist relativ einfach und unkompliziert. Die Schwierigkeit liegt vor allem darin, die richtige Aktie zu finden. Du solltest dir immer gut überlegen, in welche Aktie du investieren möchtest. Denn nur so kannst du auf lange Sicht erfolgreich sein! Wir von Junger Anleger helfen dir genau dabei. Wir suchen die langfristig erfolgreichsten Aktien für dich raus und versorgen dich zu diesen Aktien mit aktuellen News, allen wichtigen Daten und ausführlichen Analysen. Schau doch mal in unserem Mitgliederbereich vorbei!

Häufige Fragen rund um den Aktienkauf

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